Nairs Glieder

Nairs in movimaint — PANCH Residency und kollaborative Performances

Nairs-Bericht Dorothea Rust

Nairs im November 2017 holt mich ein- und ab: 1989 mit der Duo-Arbeit mit Hildegard Kleeb (präpariertes Piano) im Musikzimmer – Nairs damals als Künstlerort neu-frisch und alt in seinen Mauern zugleich, ein von Gestein, Ablagerungen von Wasser und Geschichte aufgeladener und vibrierender Ort – und 1997 mit Jeremias Schwarzer (Blockflöte, Performance) im Keller des Badehauses.
Bei der erneuten Besichtigung 2017 fällt die starke und klare Strukturin der baulichen Anordnung des Hauses auf, auch klingen die Abläufe eines vergangenen Kurbetriebs nach. Die Performance «Nairs Glieder» ‚loggt’ sich da in der Zusammenarbeit mit Leo Bachmann – wir haben in der Vergangenheit mehrere kollaborative Performances gemacht — und mit Lara Stanic (Electronik) ein.
Weitere kollaborative Arbeiten im Innen- und Aussenraum: In «Funtana» geben wir, Angela Hausheer, Beat Unternährer, Leo Bachmann und ich, den wichtigsten Quellen auf Rätoromanisch einen Resonanzraum, ihre Namen gegen den Inn ansingend und anrufend. In der Performance «Bär + Mineral Animation» mit Leo Bachmann treffen die Bären, die wieder seit 2005 in dieser Gegend herumstreunen, auf den Kurbetrieb in der Anfangszeit des Tourismus.

Nairs-Bericht Heike Fiedler, eine Text-Dokumentation

Fettdruck: Im Vorfeld des öffentlichen Performance-Tages aufgenommene Sätze aller
beteiligten Performer:innen
Normal: Texte zu den einzelnen Aktionen, die am öffentlichen Performance-Tag stattfanden.
Kursiv: Von mir während unseres Aufenthaltes in Nairs aufgefangene Kommentare,
Bemerkungen.
Anordnung: Die Texte sind nicht chronologisch zusammengestellt, sondern durcheinander, vor
dem Hintergrund des letzten Romantitels von Friedrich Dürrenmatt, den er in der nahen
Umgebung schrieb: Durcheinandertal ...    

ganzer Text von Heike Fiedler