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Performance Intervention Aktion

* Ausstellungsraum des «archiv performativ - ein Modell», Foto © archiv performativ *

Archiv performativ - Ein Modell-Konzept für die Dokumentation und Aktualisierung von Performancekunst

«archiv performativ - ein Modell», im Ausstellungsraum Klingental vom 14. August bis 11. September 2011 ist ein Vermittlungs- und Ausstellungsprojekt von Performancekunst und ihren Artefakten in Kooperation mit dem Institute for Cultural Studies in the Arts ICS, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK

Wie kann Performancekunst bewahrt und überliefert werden? Und welche Rolle kommt dabei den Dokumenten und Artefakten zu, die mit dem Live-Moment in Verbindung stehen? Diesen Fragen geht das SNF / DORE Forschungsprojekt "archiv performativ" nach, das seit April 2010 am Institute for Cultural Studies in the Arts an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK beheimatet ist. Die Vergänglichkeit des Live-Moments von Performances hat zur Folge, dass sich die Kunstgeschichtsschreibung diese Kunstform vor allem über oftmals als "Sekundärquellen" bezeichnete Dokumente rekonstruierend erschliesst. So stellen häufig die in Festival- oder Institutionsarchiven (an-)gesammelte Materialien oder für das Internet aufbereitete Dokumente den ersten Anknüpfungspunkt dar, um sich der "Leerstelle", die das vergangene Ereignis hinterliess, anzunähern. Damit diese verschiedenen Archive aber als Überlieferungsinstanzen fortbestehen können, müssen sie handelnd angeeignet, im aktiven Gebrauch gehalten werden.

Mit "archiv performativ: ein Modell" hat das Projektteam in Zusammenarbeit mit Julia Wolf und dem Künstlerduo Michael Meier / Christoph Franz für den Ausstellungsraum Klingental, Basel, ein Ausstellungs- und Vermittlungskonzept erarbeitet. Die Ausstellung ist einerseits öffentlich zugänglicher Präsentationsort von ausgewählten Materialien zu Performances. Im Fokus stehen dabei jene Performances, die zwischen 1998 und 2008 im Kaskadenkondensator zu sehen waren. Zentraler Aspekt dieser Anlage ist es, verschiedene methodische Zugänge und theoretische Ansätze im gegenseitigen Austausch der verschiedenen wissenschaftlichen und künstlerischen Felder zu erproben, zu diskutieren und in öffentlichen Veranstaltungen zu präsentieren - in gewisser Weise Forschung auch als performativen Vorgang zu betreiben.

Veranstaltungen und anwesende Gäste, unter anderen:

Öffentliche Präsentationen und Veranstaltungen: 26.08.2011, 2.09.2011, 09.09.2011, jeweils um 18h mit:
Steffi Weismann (Berlin) | Ewjenia Tsanana (Hamburg) | BBB Johannes Deimling (PAS - Performance Art Studies, Berlin) | Doris Kolesch (FU Berlin) | Verena Kuni (Goethe-Universität Frankfurt/Main) | Barbara Büscher (HMT Leipzig) | Andrea Saemann, Irene Maag, Sus Zwick, Katrin Grögel (alle Basel) | Gaspar Buma (Lausanne) | Dorothea Rust, San Keller (beide Zürich) | Judith Huber (Luzern) Gisela Hochuli, Valerian Maly (beide Bern).

Forschungs- und Kuratorinnen-Team

Julia Wolf (Studentin ZHdK, MA Art Education: Ausstellen und Vermitteln), sowie Pascale Grau, Margarit von Büren und Irene Müller (SNF/DORE Forschungsteam)

Ausstellungsszenografie

Michael Meier & Christoph Franz

Über das SNF / DORE Forschungsprojekt

archiv performativ: Zur Tradierung von Performancekunst
archiv performativ: On the transmission of performance art