SHEE-DADA — ritual for dislocated forces
Performance + Workshop + Lecture
Eingeladene Künstler:innen
Stefanie Trojan (DE) | Vivian Chinasa Ezugha (UK) | Dorothea Rust (CH) | Nezaket Ekici (DE/TUR) |Wolfgang Sautermeister (DE) | Arti Grabowski (PL)
Rückblick auf Performances, Workshops. Lectures und auf die Fachtagung an der Technischen Universität Dresden
Ein sattes Programm erwartete uns, das in seiner ganzen Anlage sehr anspruchsvoll war. Die Performances der eingeladenen Künstler:innen gingen den Workshops voraus, so dass die Workshop-Teilnehmer:innen einen Eindruck des künstlerischen Ansatzes der Künstler:innen bekamen, mit denen sie in der kommenden Woche arbeiten würden.
Die beiden Workshops mit allen Teilnehmer:innen waren ausgesprochen intensiv und für alle Beteiligten sehr herausfordernd und bereichernd. Es gab Teilnehmende, die Impulse für ihren Unterrichtsalltag wollten, aber auch persönliche Erfahrungen standen im Vordergrund. Die Workshops wurden jeweils von einer Student:in begleitet, die als Assistent:in unterstützte, teilweise mitmachten, als auch den Verlauf der Workshops genau protokollierten. Marie-Luise Lange sieht vor, die Protokolle später in einer Publikation zu verarbeiten.
Die Fortbildungsveranstaltung (Symposium) war für Lehrer:innen, Referendar:innen und künstlerisch Lehrende aus anderen Bereichen. Sie zielte darauf ab, «gemeinsam in acht, von renommierten internationalen Performancekünstler:innen durchgeführten Workshops zeitgenössische Vermittlungsstrategien für Performancekunst erfahren, erproben und reflektieren zu lassen.» (Zitat aus der Ausschreibung)
Die Ansätze in den Workshops waren sehr unterschiedlich. Ein Pausentag zwischen den beiden Workshops wäre sehr willkommen gewesen, so hätten Workshop-Leiter:innen, Assistent:innen und Teilnehmer:innen etwas Abstand von den Erfahrungen nehmen und im lockeren Austausch sich auf den nächsten Workshop einstellen können.
Programm
SA 30.9.2017 / 16h
Künstlerische Eröffnung der Symposiumswoche im Zentralwerk (Riesaer Str. 32 / 01127 Dresden / Raum Farbwerk)
Anschliessend Performances von BBBJohannes Deimling, der Performancegruppe Seite.30 der TU Dresden sowie von drei Studierenden
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SO 1.10.2017 / 14—20h
Performances von
Stefanie Trojan, Vivian Chinasa Ezugha, Dorothea Rust, Nezaket Ekici, Wolfgang Sautermeister und Arti Grabowski.
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MO 2.10.2017 / 9.15h
Eröffnung der Performancewoche im großen Saal des Schlosses Siebeneichen.
Die einzelnen Künstler:innen stellen ihre konkreten inhaltlichen Workshopausrichtungen vor. Danach können die interessierten Workshop-Teilnehmer:innen sich in die Listen der einzelnen Workshops eintragen. Die Teilnehmer:innenzahl der einzelnen Workshops ist begrenzt. In der zweiten Wochenhälte kann ein Workshop bei einer anderen Künstler:in besucht werden.
10h Beginn der ersten Workshopstaffel in Siebeneichen
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DI 3.10.2017
Live-Performance von Kineret Haya Max in Siebeneichen
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MI 4.10.2017 /14.30h
Beginn der zweiten Workshopstaffel, nachdem sich die Teilnehmer*:nnen erneut eingeschrieben haben
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Von Montag bis Donnerstag abends Lectures der anwesenden Performancekünstler:innen über individuelle künstlerische Strategien und Arbeitsweisen
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SA 6.10.2017 / früher Nachmittag
Ende der zweiten Workshoprunde auf Schloss Siebeneichen
Nach einem späten Mittagessen, gemeinsame Fahrt ins Albertinum Dresden:
Performancepräsentationen von BBBJohannes Deimling Workshopwoche mit Schüler*innen, anschliessend Gespräch mit ihm und seiner Schüler*innengruppe und Apéro, Ende 18h.
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SO 7.10.2017
Performance und Performativität in Kunst, Bildung und Forschung — Fachtagung
Die eintägige Tagung zielt darauf ab, Forschungsergebnisse junger Wissenschaftler:innen zur künstlerischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Bedeutung von Performance und Performativität vorzustellen und zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Auseinandersetzung mit dem Begriff und den Wirkungsweisen des Performativen in Bereichen der Bildungs-, Kultur- und Theaterwissenschaften, der Kunst-, Medien- und Kulturpädagogik, der politischen und kulturellen Bildung sowie der Ästhetik und Philosophie.
Referate von internationalen Wissenschaftler:innen aus den Bereichen Kunst-, Theater-, Museums- und Kulturpädagogik, Kunst-, Kultur-, Tanz- und Theaterwissenschaften, Bildungswissenschaften, Urban Performance Studies, Design, Ästhetik und Philosophie, die sich in ihren Forschungen mit den Ausprägungen des performativen Weltzugangs auseinandersetzen:
«Performativität as a state of Mind» — Marie-Luise Lange
«Zukünfte auf Probe?» — Eva Plischke, Fundustheater Hamburg
«Affiziert werden und sich bilden. Zum Transfer queerfeministischer Theorie auf eine Bildungstheorie der kollektiven ästhetischen Situation» — Bernadett Settele
«How to address politics of the sensible in participatory Performance practice?» — Univ. Ass. Joonas Lahtinen MA, FM
«Doing it right? Über das Scheitern in Performance Art Education?» — Antje Dudek
«Publikum als Masse» — Regina Rossi, Justus-Liebig-Universität Giessen
«Kunstrezeption als performativer Akt» — Dr. des. Agnes Bube, Leibniz Universität Hannover
Blog
ACT. MOVE. PERFORM. Performance und Performativität in Kunst, Bildung und Forschung