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Intervention Performance

Das Programm «Paysage en mouvement»

Das Programm «Paysage en mouvement» stellt dem Kunstpublikum im Wallis und anderen Interessierten künstlerische Performances vor, welche die Landschaft, die gebaute und natürliche Umwelt ander erfahren lassen.
Das Programm « Paysage en mouvement » der Sommerakademie wird als Kooperation zwischen der ECAV Ecole cantonale d’art du Valais und dem Institut für Wirtschaft & Tourismus HES SO Wallis angeboten, in Partnerschaft mit dem Zermatt Festival, R&Art Vercorin und dem Amt für tertiaire Bildung Kanton Wallis.

Programm

Inhalt «Colloque Paysage Son Image»

Dieses wissenschaftliche Symposium sieht sich als Diskussions-, Experimentier- und Austauschplattform zum Thema Landschaft, Bild und Ton.
Seit einigen Jahrzehnten hat sich unser Verhältnis zum städtischen und natürlichen Landschaftsbild stark verändert. Folgende Einflüsse haben massgeblich zu dieser Veränderung beigetragen: Neue , von Mobilität und Unabhängigkeit geprägte Lebensstile, der Boom der Städte und die Nutzung von Grünzonen zu anderen als landwirtschaftlichen Zwecken, die ungebremste Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, der starke Wachstum der Tourismusindustrie und nicht zuletzt ein neues Umweltbewusstsein. Dazu kommen Technologieentwicklungen, die das echte und naive Erlebnis durch eine Flut von Bildern und Klängen ersetzen und mit einer stetigen Lärmzunahme einhergehen. Zahlreiche Kunstschaffende und TheoretikerInnen widmen ihre Untersuchungen und Kunstproduktion diesem neuen Verhältnis zur Umwelt und suchen durch Gegenüberstellung und Mischformen der Kunstgattungen nach Möglichkeiten, sie zu bereichen oder zu verändern.
Hauptsächlich zwei Kunstströmungen haben zur Veränderung des Verhältnisses zwischen Gegenwartskunst und Landschaft beigetragen: Die Landart, die in den 60ern entstand und die sogenannten „Soundscapes“, Klanginstallationen aus den 70ern.
Mit der ersten verlegten die Künstler ihr Schaffen ausserhalb jener Räume, welche traditionsgemäss der Ausstellung und Kommerzialisierung der Kunst dienten. Dadurch wurden sie veranlasst, sich vermehrt für ihre Umwelt das natürliche Umfeld zu interessieren.
Mit der zweiten Bewegung verliessen die Musiker die Konzertsäle und schufen Werke, deren Realisierung öffentliche Räume oder Naturschauplätze beanspruchten. Diese Standortverschiebung verursachte das Aufkommen eines neuartigen Musikexperiments, bei dem ein klangliches Umfeld in eine Installation verwandelt wird, welche musikalische und visuelle Mittel eng miteinander verknüpft. Die Verwendung von Geräten und Transmissionstechnologien aus der elektronischen Musik hat die Annäherung von zwei Kunstgattungen, welche sich lange Zeit getrennt voneinander entwickelten, noch zusätzlich intensiviert. Das Verhältnis zum Raum materialisiert sich in technischen Kunstgriffen und das musikalische Spiel verkörpert sich in performativen Handlungen.

Das Symposium hat die Absicht, eine Bestandesaufnahme der laufenden künstlerischen Untersuchungen und Praktiken durchzuführen und sich mit neuen Formen von Kunst, die das Visuelle und Klangliche einbeziehen, auseinanderzusetzen. Es werden ausserdem neue Produktionen zum Thema Kunst in der Landschaft zu sehen und zu hören sein. Das Symposium richtet sich an KünstlerInnen und Forschende sowie KunstliebhaberInnen.
Letzten Endes soll das Symposium auch zur Erprobung neuartiger Dokumentationsformen beitragen. Es ist die Herausgabe einer DVD mit Videos, Audioaufnahmen und allen Texten des Symposiums (Lesungen, Vorträge, Synthese des Podiums) vorgesehen. 

Einladungskarte

Publikation «Paysage son image», Sibylle Omlin, éd.

De nombreux artistes, théoriciennes et théoriciens inscrivent leurs recherches et leurs productions dans un nouveau rapport aux environnements urbain et/ou naturel, explorant par le rapprochement ou par le métissage des genres des nouvelles formes d’expression ou de réflexion. Quelles que soient les formes d’expression choisies (installations sculpturales, images photographiques et filmiques, installations sonores, pièces de musiques, Walking Art, textes), l’expérience artistique se joue des frontières entre disciplines, des frontières de genre; elle montre que, malgré les atteintes qu’on lui porte ou par le fait même de ses profondes métamorphoses, le paysage demeure un espace privilégié de création artistique et de réflexion sur l’évolution de notre société. Paysage Son Image aimerait dresser un état des lieux des recherches et des pratiques en cours et tracer quelques pistes de réflexion. ... 

https://edhea.ch/multiples-et-....     https://artfiction.ch/livre/pa...

Presse

«Un corps pour Dessiner», Nouvellist, 3 septembre 2010