ATLAS REVOLVING HISTORIES zu translokaler Performance Kunst Schweiz
Hrsg. Andrea Saemann, Chris Regn, Lena Eriksson, Margarit von Büren, Muda Mathis, Sabine Gebhardt Fink
publiziert im Vexer Verlag, 2026
Inhalt
Diese Publikation ermöglicht eine erste Übersicht über die Performance Szenen, Künstler*innen, Aufführungsorte und Festivals in der vielsprachigen Schweiz. Aus erster und zweiter Hand werden Einblicke und Querbezüge zwischen den unterschiedlichen Performance Netzwerken ermöglicht. Ausgehend von kollektiven Recherchen und Mappings an verschiedenen Orten haben Autor*innen «Performance Landschaften» von Santa Maria Val Müstair bis Basel und von der Ostschweiz bis zum Genfersee beschrieben. Beginnend in den Anfängen der Performance Kunst, Mitte der 1960er-Jahre, reichen die Beiträge bis zum aktuellen Geschehen. Die Geschichte der Performance Kunst ist nicht einheitlich. Sie setzt sich aus verschiedenen Erzählungen zusammen, wird von pluralen Konzepten umfasst, durchquert mehrere Sprachen, Orte und disziplinäre Rahmungen.
Diese Publikation folgt auf das Buch Lesebuch Revolving Histories – zu translokaler Performance Kunst Schweiz, welches im Jahr 2025 erschienen ist.
Textbeiträge
Ursula Badrutt, Mathias Balzer, Claire de Ribaupierre Furlan, Esther Maria Jungo, Marie-Ève Knoerle, Muda Mathis, Mary Paterson, Dorothea Rust, Andrea Saemann, Marcel Schwald, Benjamin Sunarjo, Margarit von Büren
Mein Textbeitrag
In einem Roadmovie surfe ich in Echtzeit durch die Atlas-Karte der Zürcher Performance Bewegungen, durch jene Karte, die an zwei Oral History Events 2021 an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und im Tanzhaus Zürich entstanden ist.*1 Die Vielzahl und Vielfalt der Kartendaten habe ich zeitchronologisch in Listen übertragen. Ich habe sie nach Orten, Kulturräumen, Produktionsstätten, besetzten Arealen, politischen Bewegungen, Performance Formaten, Festivals, legendären Gastspielen, aktivistischen Initiativen, Initiativen zur Feier der Selbsthilfe, Solo-Künstler:innen, Gruppen und kollektiven Formaten, Ausbildungsstätten und begleitenden Fotograf:innen angeordnet. Affiziert durch Zeitereignisse versuche ich sie in Querverbindungen zueinander zu lesen.
In den 1980er tauche ich in die hybride Tanz Performance Kunst Szenen in New York ein, mit Pendelbewegungen nach Zürich. Performance Bewegungen in Zürich erlebe ich aus dieser geteilten Sicht. Und weil nicht nur in der Tanzkunst choreografiert wird, wir auch in den privaten und öffentlichen Alltagsräumen ständig choreografiert werden, gehe ich vom radikal subjektiven Ansatz, gesehen durch die Linse von Choreopolitics, aus, den ich im «LESEBUCH REVOLVING HISTORIES» dargelegt habe.*
Ich empfehle den Atlas-Text Seite an Seite mit dem separat hier hochgeladenen PDF mit den *151 Fussnoten zu lesen.
*151 Fussnoten mit Hinweisen und Quellen