Der Vogel kann nicht schlafen 1

performativ-szenische Partitur

 

Ankündigung

Gesten des Stillstandes produ(evo)zieren körper-volle-lose Macht, die sich jeder Körper aneignen kann.
Sound Gesten Klang.
Musiker*innen und Performance-Künstlerin verfallen Beweungen, die nirgendwohin gehen.
Intensität. Mikrobewegung, jede Wiederholung ein Fall in die Verzögerung.


Hintergrund

Im Lockdown, damals im März 2020, war ich viel im Wald. Einmal habe ich die knallgrüne Silhouette eines Vogels auf einen Baum gesprayt gesehen, knallig grün, klein, sah er aus, fragil, denn ich war weit weg, aber geleuchtet hat er. Eine Nachricht? Auf alle Fälle der Vogel hat sich bei mir eingebrannt, eine Initial-Zündung ausgelöst.

Ob diese Partitur, die Gedichtpassagen, die in die musikalisch-gestischen Episoden eingeflochten werden, etwas mit der Pandemie zu tun hat, weiss ich nicht. Zur gleichen Zeit flog mir ein Blatt zu, auf das ich einmal  DER VOGEL KANN NICHT MEHR SCHLAFEN, geschrieben hatt.
Ich habe nun ein Foto von diesem Baum mit kleinem grünem Vogel und die Silhouette des Vogels. Ein Text ist entstanden, zusammen mit der Frage wie eine gestische Komposition/Partitur zu schreiben wäre, Impro, Gesten die wo anfangen aber nirgendwohin gehen müssen, Intensität, Mikrobewegunge, jede Wiederholung ein Fall in die Verzögerung, den Stillstand. Die Gesten sind simple, jede*r kann sie sich aneignen. Gesten und Klang verfallen einander und führen evtl.nirgendwohin geht, wo im Äther verhallt.

Die Partitur DER VOGEL KANN NICHT SCHLAFEN 1 mit Performance für 3 Musiker*innen und eine Performerin gehört zu einem Zyklus mit weiteren Bildarbeiten, Installationen und Texten.


Funkloch OnAir sind experimentelle Atelierkonzerte.

Ein*e Gastkomponist*in, ein Konzept, eine Probe mit Konzert und Sendung am selben Tag. Treppe runter an der Stationsstrasse 5a ins Schlagzeug-Atelier : Becken, Rätschen, Kabel und jedes Mal ein anderer Aufbau. Ein Gast eine Komponistin, ein Künstler hat dem Ensemble ein Konzept geschickt. Um drei Uhr nachmittags wurde geprobt, dann Pizza, jetzt geht's los. Es ist Sonntagabend, neun Uhr. Bei Bier und Chips hören wir zu; einer Produktion mit minimalen Vorbereitungen, experimentell, vorläufig. Es ist ein Ausprobieren, ein Versuch. Wir sind dabei, sind Teil davon. So endet der Sonntag; ganz offen.


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